{"id":35,"date":"2010-06-27T07:03:56","date_gmt":"2010-06-27T07:03:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tauchclub-freiburg.de\/cms\/?page_id=35"},"modified":"2018-01-26T17:27:18","modified_gmt":"2018-01-26T16:27:18","slug":"apnoe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.tauchclub-freiburg.de\/cms\/abteilungen\/apnoe\/","title":{"rendered":"Apnoe"},"content":{"rendered":"<h2>Apnoetauchen &#8211; Tauchen mit der eigenen Atemluft<\/h2>\n<div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.tauchclub-freiburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tauchen-1-e1516895627824.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"150\" class=\"alignleft size-full wp-image-2992\" \/>\n<\/div>\n<p>Unter Apnoe &#8211; Tauchen, auch Freitauchen genannt, versteht man die urspr\u00fcnglichste Form des Tauchens.<br \/>\nOhne die \u00fcblichen Hilfsmittel wie Pressluftflaschen, begibt man sich mit nur einem einzigen Atemzug auf eine Reise in die Faszination der Unterwasserwelt. Diese Kunst verbindet Sport, Philosophie, menschliche Natur und kulturelle Tradition in einem unbeschreiblichen Unterwassererlebnis, man hat das Gef\u00fchl frei, wie ein Fisch, durch das Meer gleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Idee des Einfachen, Unkomplizierten beim Apnoe &#8211; Tauchen steigert die Faszination und Beliebtheit dieses Sports.<br \/>\nMan ben\u00f6tigt lediglich Flossen, eine kleinvolumige Tauchermaske und einen Schnorchel.<\/p>\n<p><strong>Wer selbst einmal ohne Pressluftflasche die Unterwasserwelt erleben m\u00f6chte,<br \/>\nkann dies auch bei uns im Tauchclub Freiburg lernen.<\/strong><\/p>\n<h4>Die neue Leichtigkeit des Seins<\/h4>\n<p>Ein leises Pl\u00e4tschern, man taucht ab \u2013 und ist nur noch von Wasser umgeben. Eine gro\u00dfe Stille umh\u00fcllt einen, alles blau, man bewegt sich so leicht wie nie zuvor, und pl\u00f6tzlich schwebt man Seite an Seite mit den Fischen.<br \/>\nDummerweise ist die Zeit knapp. Drei\u00dfig bis sechzig Sekunden, und man muss diese eigenartige Sph\u00e4re der Ruhe wieder verlassen. Dann dr\u00e4ngt es unge\u00fcbte Schnorchler und Schwimmer zur\u00fcck an die Oberfl\u00e4che zum Luftschnappen.<\/p>\n<p>Apnoetauchen ist wohl eine der schlichtesten Sportarten \u00fcberhaupt. Nur mit Flossen und Maske erlebt man eine andere Welt \u2013 ohne Kraft, ohne L\u00e4rm, ohne gro\u00dfes Ger\u00e4t. Denn Ziel ist es hier keinesfalls nur, sich wie bei der \u201eNo Limit\u201c-Disziplin an Gewichtsschlitten in Schwindel erregende Tiefen von hundert und mehr Metern hinabziehen zu lassen. Seit dem Kultfilm \u201eIm Rausch der Tiefe\u201c haftet dem Apnoetauchen der Ruf an, dass ein paar Verr\u00fcckte in den nassdunklen Abgr\u00fcnden das Spiel mit dem Tod suchen. Wie die verstorbene Frau des Weltmeisters Pipin Ferreras. Vor zwei Jahren versuchte die Meeresbiologin Audrey Mestre 170 Meter tief zu gehen. \u00dcber acht Minuten dauerte der Abgang \u2013 und endete t\u00f6dlich.<\/p>\n<p>Doch beim Apnoetauchen (griechisch \u201eohne Atem\u201c) geht es nicht um radikale Tiefen, sondern eher darum, ein neues K\u00f6rpergef\u00fchl zu entwickeln. Es geht um Konzentration, Entspannung und darum, sich spielerisch und leicht im Element Wasser zu bewegen. Und das nicht nur im Meer: Denn trainiert wird meist in Schwimmb\u00e4dern, in ein bis zwei Meter Tiefe. Unerl\u00e4sslich f\u00fcr den stillen Aufenthalt unter Wasser ist es nat\u00fcrlich, die Luft l\u00e4nger anzuhalten \u2013 wobei auch Anf\u00e4nger schnell beachtliche Fortschritte machen. Wer \u00fcber eine ganz normale Fitness verf\u00fcgt, kann mit der richtigen Technik schon nach wenigen Tagen bis zu drei Minuten unter Wasser bleiben. Ohne Stress und Panik.<\/p>\n<h4>Ganz ruhig &#8211; Apnoetauchen ist Kopfsache<\/h4>\n<p>Wie kann man das erreichen? Das Mentale spielt hier eine wichtige, wenn nicht gar die wichtigste Rolle.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher hyperventilierten viele Apnoeisten vor dem Abtauchen, um so das f\u00fcr den Atemreiz verantwortliche CO2 im K\u00f6rper zu reduzieren. Eine gef\u00e4hrliche Technik, die nur das Gef\u00fchl vermittelt, l\u00e4nger unter Wasser bleiben zu k\u00f6nnen, und oft zur Ohnmacht f\u00fchrt. Heute wei\u00df man, dass beim Freitauchen ohne Pressluftflaschen vor allem eins z\u00e4hlt: tiefe Entspannung.<\/p>\n<p>Der Franzose Jacques Mayol war der Erste, der daf\u00fcr Yoga-\u00dcbungen nutzte. Er fand heraus, dass die Pranayama-Atemtechniken die beste Vorbereitung f\u00fcr ein langes Verweilen unter Wasser sind. Durch bewusste Zwerchfellatmung kann der Taucher wesentlich mehr Luft einatmen; er blendet beim Yoga st\u00f6rende Gedanken aus, horcht in sich hinein und reduziert seinen Pulsschlag \u2013 wichtige Voraussetzungen, um so lange wie m\u00f6glich unten zu bleiben. Hinzu kommt, die k\u00f6rpereigenen Reaktionen kennen zu lernen. So \u00fcben Anf\u00e4nger, beim Einsetzen des Zwerchfellflatterns nicht sofort aufzutauchen, sondern einzusch\u00e4tzen, wie lange der K\u00f6rper noch ohne Atemluft auskommt. Cracks reizen ihre Grenzen bis zum Geht-nicht-mehr aus. Wie der Hamburger Tom Sietas, der k\u00fcrzlich einen neuen Weltrekord im Zeittauchen aufstellte \u2013 8 Minuten und 47 Sekunden verweilte er in einem Swimmingpool unter Wasser.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Spa\u00df aber liegt nicht in der Jagd nach Extremen. In erster Linie soll das Apnoetauchen mehr Sicherheit unter Wasser vermitteln. Soll einen schlichten Weg er\u00f6ffnen, das nasse Element v\u00f6llig neu zu entdecken. Den gr\u00f6\u00dften Reiz verspricht da nat\u00fcrlich das Meer. Denn wer es einmal derart leicht erlebt hat, der wei\u00df: Zwei Minuten bei den Fischen, still und atemlos, sind eine wundervolle Ewigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Apnoetauchen &#8211; Tauchen mit der eigenen Atemluft Unter Apnoe &#8211; Tauchen, auch Freitauchen genannt, versteht man die urspr\u00fcnglichste Form des Tauchens. Ohne die \u00fcblichen Hilfsmittel wie Pressluftflaschen, begibt man sich mit nur einem einzigen Atemzug auf eine Reise in die Faszination der Unterwasserwelt. 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